Die schottischen Whisky Regionen und ihre Besonderheiten

von Gunar Bodendiek | 26. September 2019

Schottland gilt als das Mutterland des Whiskys. Mehr als 100 Whisky Brennereien sind hier lizenziert. Schottland selbst unterteilt man in 6 Whisky Regionen: die Lowlands, die Highlands, die Speyside, Campbeltown, die Isle of Islay und die Islands.

Jede dieser Whisky Regionen hat einzigartige geographische und klimatische Bedingungen sowie lokale Traditionen in der Brennkunst, welche den Charakter der dort gebrannten Whiskys maßgeblich beeinflussen. Für Whisky Kenner und alle, die es noch werden möchten, bietet die Einteilung Schottlands in Whisky Regionen daher eine wertvolle Orientierungshilfe.

Speyside Whisky

Die Speyside, im Nord-Osten Schottlands gelegen, verdankt ihren Namen dem Fluss Spey, an dessen Ufern sich einige der bekanntesten Whisky Brennereien Schottlands niedergelassen haben. Da es in der Speyside nicht so viel Torf wie in den Highlands oder auf der Insel Islay gibt, ist Whisky aus der Speyside eher mild und kann mit feinen Aromen und einem variantenreichen Geschmacksspiel aufwarten. Ideal für Einsteiger in die Welt des schottischen Whiskys!

Whisky aus den Highlands

Die Highlands bilden die flächenmäßig größte aller schottischen Whisky-Regionen. Geschmacklich ist Highland Whisky daher sehr divers – in Küstennähe etwas torfiger und salziger, im Osten etwas trockener und vollmundiger, an der Grenze zu Speyside etwas milder. Allen Highland Whiskys gemein ist eine kräftige Würze und gewisse Strenge. Zu den bekanntesten Vertretern zählen Dalmore und Glenmorangie aus den nördlichen sowie Oban aus den westlichen Highlands.

Whisky aus den Lowlands

Zwischen England im Süden und den Highlands im Norden liegen die schottischen Lowlands. Torf findet sich hier kaum und die meisten Destillen befinden sich im Inland, so dass sich auch keine Salz-Aromen feststellen lassen. Lowland Whisky gilt daher als sehr weicher und sanfter Whisky mit einem eher femininen Charakter. Zu den bekanntesten Vertretern unter den Lowland Whiskys zählen Auchentoshan und Glenkinchie.

Whisky von der Isle of Islay

Islay ist die südlichste Insel der Inneren Hebriden. Anders als die anderen „Islands“ bildet Islay eine eigenständige Whisky-Region. Diese Sonderstellung verdankt sie vor allem den im Islay Whisky stark ausgeprägten Torf- und Salz-Aromen. Damit sind Islay Whiskys vor allem etwas für fortgeschrittene Whisky Genießer, die salzige und rauchige Aromen zu schätzen wissen.

Whisky von den Islands

Während die Isle of Islay eine eigenständige Whisky Region bildet, werden die übrigen Inseln der schottischen Westküste als Islands Region zusammengefasst. Whisky von den Islands ist meist etwas kräftiger im Geschmack und weist aufgrund der besonderen Meeresprägung häufig auch leichte Salznoten auf. Bekannte Vertreter unter den Islands Whiskys sind u.a. Talisker, Highland Park, Isle of Jura oder Arran.

Whisky aus Campbeltown

Campbeltown, eine Kleinstadt auf der im Südwesten Schottlands gelegenen Halbinsel Kintyre, war mit mehr als 30 Brennereien in der Mitte des 19. Jahrhunderts einst das Zentrum der schottischen Whisky Produktion. Heute sind mit Glen Scotia, Springbank und Glengyle nur noch 3 Destillerien übrig geblieben. Damit bildet Campbeltown heute die kleinste aller schottischen Whisky Regionen. Whisky aus Campbeltown ist für seinen salzigen und rauchigen Geschmack bekannt.